18.06.2010 - Mit dem Rad nahm alles seinen Lauf

Ca. 4000 Jahre v. Chr. wurde der Menschheit die wohl genialste oder folgenträchtigste Erfindung in ihrer Geschichte beschert. Es war die die Geburtsstunde des Rades. Man sagt, aber es ist nicht bewiesen, dass schon Leonardo da Vinci erste Vorformen des Fahrrades gezeichnet hat. 1750 entstanden die ersten Fahrräder aus Holz. 1888 erfand der Tierarzt Dunlop die Luftbereifung. Auf das Hochrad folgte das Niederrad und im Jahre 1891 wurde schließlich mit der Konstruktion des Diamantrahmens die endgültige Form des Fahrrades gefunden.

In seinen Anfängen gehörte das Fahrrad zum Freizeitvergnügen der Reichen und Blaublütigen bis es sich dann zum alltäglichen Gebrauchsgegenstand des normalen Bürgers durchsetzte. Aber damit nicht genug, das Fahrrad hat sich zum absoluten Hightech-Sportgerät mit vielen Facetten und Möglichkeiten entwickelt. Der gute alte Drahtesel, der seinen Fahrer brav von „A nach B“ befördert, gehört schon lange ins Antiquariat.

Heute beschäftigen wir uns mit ganz anderen Aspekten.

Eines dieser vielen Themen geht um das häufigste Problem beim Radfahren, nämlich die Beschwerden, die der Sattel und überhaupt falsches Sitzen verursachen können. Man spricht von Fahrradergonomie. Ziel ist, dass Fahrer und Fahrrad eine Einheit bilden, so dass beschwerdefreie und harmonische Bewegungsabläufe gewährleistet sind. Die richtige Sitzposition geht mit Wohlbefinden einher und die gilt es für jeden individuell zu finden.

In der fahrradfreundlichen Stadt Bückeburg im Schaumburger Land hat das Dinatio Team einen Fahrradhändler gefunden, der genau weiß, worauf es bei der richtigen Sitzposition ankommt. Matthias Pelzing erzählt, dass es Faktoren wie Alter, Körperbau, Fitness und Leistungsorientierung zu beachten gibt. Ebenso sind Rahmengröße oder die Geometrie eines Rahmens von entscheidender Bedeutung. Oberste Priorität sollte nicht das sportliche Aussehen sein, wie bzw. die tief gebeugte Haltung der Radsportprofis, die unnatürlich ist und Beschwerden verursachen kann. Wer nicht leistungsorientiert fahren muss, sollte eher das Fahrrad seinen individuellen Gegebenheiten anpassen.

„Wir passen das Fahrrad Ihrer Wirbelsäule an und nicht umgekehrt!“

Immer wieder sehen wir in den Kundengesprächen, dass Aufklärung nottut. Wie wichtig es ist, genau zu wissen, wie man richtig auf dem Fahrrad sitzt, was es beim Treten zu beachten gibt und wie man richtig greift. Damit eben keine Rücken- oder Nackenschmerzen die Freude am Fahren trüben und dass sich der Fahrer sicher fühlt mit seinem Fahrrad. Das gilt nicht nur für den Neukauf, auch beim bereits vorhandenen Rad können wir noch einiges verbessern und anders einstellen oder hinzufügen, damit Fahrer und Fahrrad die gewünschte Einheit bilden, optimal vorankommen und der Spaß dabei nicht zu kurz kommt.

Manchmal reichen schon kleine Korrekturen am Lenker, Vorbau, Sattel oder an den Griffen aus zur optimalen Sitzhaltung oder wir verändern den Abstand zwischen Sattel und Pedal und die Sattelposition.

Sie sehen liebe Dinatio Leser, wir haben es mit einem weiten Feld zu tun, wo wir alle noch viel lernen können.

Matthias Pelzing von Radsport Pelzing ist Ihnen gerne dabei behilflich!

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