16.07.2010 - Zur Anerkennung eines afrikanischen Bildhauers

Zur Anerkennung eines verstorbenen afrikanischen Bildhauers wurde in einem hamburger Museum eine Ausstellung geplant.

Wir haben Arbeiten von Ihm nachgeschnitzt, aus diesen Positivplatten wurden Negativschalen gegossen. Die Schalen wurden mit Beton gefüllt und nach dem trockenen auf dem Museumsgelände aufgestellt. Die Büste des Mannes ist aus einem verleimten Eichenblock gefertigt, sie musste leider nach nur einem Profilfoto entstehen. Bei solchen Arbeiten kann man sich nur Span für Span an die geplante Form heran arbeiten. Maschinenarbeit kommt nicht zum Einsatz. Lange haben wir überlegt ob die Brille mit geschnitzt werden soll. Wir haben uns dafür entschieden weil sie einfach lange Zeit zu Ihm gehörte und uns natürlich auch ein Bild ohne Brille fehlte. Um das Holz der Hautfarbe des Künstlers anzupassen kamen keine Holzfarbbeizen in frage. Wir haben hier mit etwas Chemie nachgeholfen. Der hohe Gerbsäureanteil im Eichenholz reagiert auf die Dämpfe von Ammoniak, das Holz verfärbt sich je nach verbleib in einem geschlossenen Behältnis, dunkel. Der Namensschriftzug auf dem geschwungenen Sockel rundet das Gesamtbild ab.

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