16.07.2010 - Bio- Vollkornbrot im Schaumburger Land

Beim Übergang vom Leben als Jäger und Sammler zum sesshaften Leben mit Ackerbau spielte der Getreideanbau eine entscheidende Rolle in der Kulturgeschichte der Menschheit. Erste Spuren der systematischen Nutzung von Einkorn und Emmer, Wildformen des Weizens, entdeckte man im Nahen Osten, in den heutigen Ländern Libanon, Syrien, Türkei und Irak. Nicht zu vergessen die Gerste, auch sie gehört zu den Pionieren in Mitteleuropa.

Die ersten Bauern sollen um 6000 v. Chr. in Griechenland Getreide als Lebensmittel angebaut haben. Wie bereits erwähnt breiteten sich in der Hauptsache Weizen und Gerste aus. Der Roggen wuchs zuerst als Unkraut im Weizen und konnte sich auf diese Weise durchsetzen. Dörfer entstanden und durch die Dreifelderwirtschaft als Anbaumethode verbreiterte sich das Spektrum der Ackerfrüchte.

In weiten Teilen Europas ist das Brot wichtiger Bestandteil der kulturgeschichtlichen Entwicklung mit großen regionalen Unterschieden und einer reichen Vielfalt.

Man unterscheidet zwei Grundarten von Brot:
Gesäuertes Brot (gebacken mit Triebmitteln wie Sauerteig oder Hefe) und ungesäuertes Brot, das auch oft als Fladenbrot bezeichnet wird. Meist wird das Brot nach dem verwendeten Getreide benannt und ein weiteres sehr entscheidendes Kriterium ist die Art des Mehles.

Auszugsmehl oder Vollkornmehl?

Im Auszugsmehl steckt nur der innere Kern des Korns. Es enthält lediglich weiße Stärke und besitzt sehr gute Backeigenschaften, ist dafür aber sehr mineralstoffarm. Im Mehl, gemahlen aus dem vollen Korn, steckt dagegen alles was das Korn zu bieten hat und das ist ein wahres Eldorado für unseren Körper und dessen Gesundheit. Die Natur hat das Getreide mit sehr vielen Nährstoffen ausgestattet. Davon profitieren können wir aber nur, wenn wir das volle Korn verwenden.

Die Franzosen haben ihr Baguette und noch so manch andere Sorte im Angebot, aber kein Vergleich zu Deutschland. Wir gelten als das Land mit den meisten Brotsorten; man spricht von mehr als 600 verschiedenen Sorten.

An dieser Sortenvielfalt ist die Vollkornbäckerei Wilke aus Niedernwöhren im Schaumburger Land mit großem Ideenreichtum beteiligt. Was den Bäckermeister Wilke im Vergleich zu vielen seiner Kollegen auszeichnet ist die Tatsache, dass er ein Bio-Vollkorn-Bäcker der ersten Stunde ist. Vor ca. 20 Jahren als er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, war es nicht so schnell absehbar, dass seine Entscheidung die richtige war. „Uns wollte anfangs keiner haben“, erzählt Herr Wilke. Im Gegensatz zu den Gründungsjahren, wie uns die Entwicklung deutlich macht, läuft seine Bäckerei heute sehr gut. Die Lust und die Freude am „alten klaren Handwerk und ganz speziell in der Vollkornbäckerei“ waren seine Motivation.
Am Anfang waren es gerade einmal 2 Brotsorten, die täglich frisch gebacken wurden. Heute hat die Vollkornbäckerei mehr als 40 Brotsorten, 15 Brötchen- sowie saisonal bedingt bis zu 12 Kuchensorten im Angebot. Zu den süßen Favoriten gehören der beliebte Möhrenkuchen, die Marzipanrollen oder die Donauwellen. Auch im Snackbereich gibt es eine reiche Auswahl. Beispiele dafür sind Pizza, Käsestangen, Gemüse- und Schafskäsetaschen, um nur ein paar zu nennen.

Was für eine Entwicklung!

„Das gesamte Getreide, das wir ausschließlich von heimischen Landwirten beziehen, mahlen wir täglich in unserer Tiroler – Steinmühle; sie ist sozusagen das Herzstück unseres Betriebes. Je frischer, desto besser. Denn die wertvollen Keim- und Randschichten des Korns sollen nicht verloren gehen, sondern ins Gebäck wandern. Leider finden wir immer wieder Bäckereien, in denen die Fachverkäufer nicht immer alle Fragen ihrer Kunden zu den Inhaltsstoffen beantworten können. Ganz anders präsentiert sich in diesem Fall die Vollkornbäckerei Wilke. Es wurde eine sehr umfangreiche Liste zusammengestellt mit allen Inhaltsstoffen ihrer Produkte zugänglich für alle Kunden. Somit weiß der Verbraucher bis ins kleinste Detail, was er isst. Im Übrigen stammen alle zum Backen verwendeten Produkte, vom Getreide über die Milch bis zum Honig, aus biologischem Anbau beziehungsweise entsprechender Tierhaltung.

„Um Bio-Läden beliefern zu können, werden alle Wareneingänge und –ausgänge auf das penibelste kontrolliert. Jedes Jahr stellen wir uns einer Zertifizierung, die uns die ausschließliche Verwendung von Bio-Produkte bestätigt. Sonst dürften wir gar keine Bio- und Naturkostläden beliefern. Nur so können wir unseren Kunden gesunde Produkte liefern. Das ist unsere oberste Maxime, die für uns von Beginn an Gültigkeit hat.“ berichtet uns Herr Wilke.

Wo „Bio“ draufsteht, das soll auch „Bio“ drin sein!

In der Vollkornbäckerei Wilke in Niedernwöhren können Sie darauf vertrauen, dass da, wo Bio draufsteht, auch tatsächlich Bio drin ist. Besuchen Sie seine Backstube und lassen Sie sich verführen vom herrlichen Duft von frisch gebackenem Bio-Vollkornbrot in allen seinen Variationen, von aus dem Ofen kommenden Brötchen und Feinbackwaren, wie Plunder-, Dauer- und Pikantgebäck. Nicht zu vergessen die leckeren Pizzen, Sahnetorten in Bio-Qualität. Die letzte neue Kreation ist ein Bio-Dinkel-Knäckebrot, das den Stoffwechsel optimieren soll. Und nicht zu vergessen die sogenannten Saisonbrote wie Kartoffel- und Grünkohlbrote. Auch Diabetiker und Laktose empfindliche Menschen müssen sich nicht mehr im Verzicht üben. Die Vollkornbäckerei Wilke hat auch speziell dafür cholesterinfreies Brot, Diabetiker-Brot, laktosefreies Brot sowie laktosefreien Kuchen in ihrem reichhaltigen Angebot.

Ihr Körper wird sich freuen und Ihr Gaumen wird genauso begeistert sein. In diesem Fall schmeckt Gesundheit nämlich super lecker!

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